Der Schweizer Pavillon

Die Schweiz war das erste Land, das seine Teilnahme an der Expo bestätigte und im Jahr 2011 den Teilnahmevertrag unterzeichnete. Sie war auch das erste Land, das offiziell das Projekt des Schweizer Pavillons für die Expo 2015 präsentierte. Die Schweiz will sich in Mailand als attraktives und solidarisches Land zeigen, das sich seiner Verantwortung in den Bereichen Ernährung und nachhaltige Entwicklung bewusst ist.

Das Projekt namens «Confooderatio Helvetica» des jungen Architekturbüros Netwerch aus Brugg überzeugte die Jury durch eine klare Botschaft, die zum Nachdenken über die eigene Verantwortung, die Verteilungsgerechtigkeit von Nahrung und die Nachhaltigkeit anregt.

Der Schweizer Pavillon mit einer Fläche von 4432 m² umfasst eine grosse, offene Plattform mit vier von weitem sichtbaren Türmen, die mit Lebensmitteln gefüllt sind. Die Besucherinnen und Besucher gelangen mit Aufzügen auf die Türme, wo sie sich mit Lebensmitteln bedienen können. Während sich die Türme allmählich leeren, senken sich die Plattformen, auf denen sie stehen, wodurch sich die Struktur des Pavillons verändert. Die allmähliche Entleerung der Türme wird in Echtzeit festgehalten und kann über die sozialen Medien mitverfolgt werden.

Die Türme sind das Herzstück des Schweizer Pavillons. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die Schweiz, ihre vielfältigen Produkte und ihre Werte zu entdecken, die den Erfolg des Schweizer Modells ausmachen. Die Besucherinnen und Besucher können beliebig viele Produkte mitnehmen oder konsumieren. Die Reise durch die Türme regt zum Nachdenken an über die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln auf der Welt und über die nachhaltige Entwicklung entlang der Lebensmittelkette. Sie ist auch eine Aufforderung an alle, verantwortungsbewusst zu handeln und umsichtig mit den Ressourcen umzugehen. Die vier ausgewählten Produkte – Wasser, Salz, Kaffee und Äpfel – stehen für eine nachhaltige, verantwortungsvolle, innovative und traditionsbewusste Schweiz.

Der Schweizer Pavillon beherbergt auch das House of Switzerland, bestehend aus folgenden Komponenten: einem Ausstellungsbereich der Gotthard-Partnerkantone zum Thema Wasser, der interaktiven Nestlé-Ausstellung, einem Restaurant, einem Take-away, einem Informationsstand der schweizerischen Landwirtschaft, der Partner-Lounge und dem Auditorium, in dem Veranstaltungen und Konferenzen stattfinden. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) präsentiert das interaktive Spiel Plant doctor, bei dem es darum geht, unter Einsatz moderner Technologien die Ernteerträge von Kleinbauern zu steigern.

Die Ausstellungen der Städte finden im Erdgeschoss der Türme statt. Wichtige Elemente des Schweizer Pavillons sind auch die Tribüne zwischen den Türmen und dem House of Switzerland, die NEAT-Installation sowie die Installation von Schweiz Tourismus. Die thematischen Ausstellungen der privaten und öffentlichen Partner veranschaulichen den Besucherinnen und Besuchern die Stärken der Schweiz in den Bereichen Nahrungsmittel, Wissenschaft, Tourismus und Verkehr.

Der Schweizer Pavillon bietet mit der Unterstützung der Partnerstädte und Partnerkantone ein vielseitiges Programm mit zahlreichen Veranstaltungen, Konzerten, Konferenzen und Shows. Vorgesehen sind ausserdem besondere Thementage im Beisein von Bundesrätinnen und Bundesräten. Am Schweizer Tag vom 18. Mai 2015 ist ein Besuch der Bundespräsidentin, ein Empfang im Pavillon Italiens und ein Spezialprogramm im Schweizer Pavillon vorgesehen.

Das ausführliche Programm und weitere Einzelheiten finden Sie auf der Website unter Veranstaltungen.

Der Schweizer Pavillon wird einem breiten Publikum die grössten Herausforderungen im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und verantwortungsvollem Konsum aufzeigen. Er wird als Plattform für Dialoge und Debatten dienen, um über die wichtigsten, weltweiten Herausforderungen im Sinne der übergeordneten Fragestellung der Expo 2015 zu diskutieren: Wie kann für die Weltbevölkerung eine ausreichende, sichere und gesunde Ernährung gewährleistet werden? 

Die Schweiz hat bisher an der Mehrzahl der offiziellen Weltausstellungen und internationalen Ausstellungen aktiv teilgenommen. Es ist ihr jeweils gelungen, mit attraktiven und innovativen Pavillons und Begleitprogrammen bei den Besucherinnen und Besuchern sowie den Medien grosses Interesse und eine hohe Akzeptanz zu finden.